Brennesselsamen

Dass die Brennessel zu einer der bewährtesten Heilpflanzen zählt ist bekannt. Aber auch die Samen der Wunderpflanze sind wahre Powerkörner. Nicht nur Sportler profitieren von der Wirkung und den Inhaltsstoffen der Brennnesselsamen. Bereits seit weit vor dem Mittelalter sind ist die Heilwirkung der heimischen Pflanze bekannt. Heute werden derartige Lebensmittel als Superfood bezeichnet.

Der hohe Eiweißgehalt macht den Brennesselsamen speziell für Sportler zu einer perfekten pflanzlichen Proteinquelle. Sie ergänzen bereits heute viele natürliche vegane Eiweißriegel oder Proteinpulver. Zusätzlich überzeugen Brennesselsamen durch ihren hohen Gehalt an vielen wichtigen Vitaminen wie etwa Vitamin A, B,C und E.

Weitere reichhaltige Inhaltsstoffe der Brennesselsamen sind Mineralien wie Kalium, Eisen und Kalzium. Auch an Carotinoiden und Chlorophyll geizen die Samen nicht. Aus dieser Vielzahl an gesunden Inhaltsstoffen ergibt sich auch die weitreichende Wirkungsweise von Brennesselsamen.

Eine weitere Einsatzmöglichkeit von Brennesselsamen gibt es bei Harnwegstörungen. Die Harnwege werden gut durchspült und darüber hinaus die Bildung von Blasen- und Nierensteinen vorgebeugt. Durch die zusätzlich anregende Wirkung sind Brennesselsamen zudem ein bewährtes Mittel bei Müdigkeit und Leistungsschwäche.

Gicht und Rheuma, Bluthochdruck und Störungen des Verdauungstraktes: Brennesselsamen helfen bei einer sehr großen Bandbreite an weiteren Beschwerden. Zu den bekanntesten Wirkungen der Brennesselsamen zählen darüber hinaus die Anwendung bei Haarausfall und Prostatabeschwerden sowie bei Beschwerden in den Wechseljahren.

Anwendung:

Brennesselsamen können sowohl ganz oder auch als Pulver in der Küche verwendet werden. Wie auch alle anderen Samen und Körner passen sie wunderbar zu den verschiedensten Gerichten. Salate, Joghurt oder Pesto sind nur wenige Anwendungsbeispiele. Durch den leicht nussigen Geschmack empfiehlt es sich auch gut, die Samen als Gewürz zu verwenden. Am besten ist es hierfür aber die Samen vorher zu einem Pulver zu vermahlen. Auch Butter aus Brennesselsamen lässt sich auf diese Weise sehr einfach selber machen. Die gesunden Fette sind eine wunderbare Basis zur Verwendung als Öl, welches anschließend ideal zu Salaten passt.

Zur Körperpflege wird Brennesselsamen, bzw. das daraus hergestellte Öl, aber auch in Cremes und Shampoos genutzt. Wer es ausprobieren möchte, der findet im Internet Beispiele, entsprechende Kosmetikprodukte selbst herzustellen.

Als Tinktur oder Teemischungen ist es möglich die Inhaltsstoffe der Brennesselsamen in flüssiger Form aufzunehmen.

Ernte:

Während die Brennessel bereits sehr frühzeitig im Jahr aus der Erde sprießt, muss man auf Brennesselsamen noch bis etwa August warten. Die Ernte einer ausreichenden Menge ist nicht aufwendig, sollte aber von empfindlichen Menschen nur mit Handschuhen erfolgen. Ausreichend Brennesseln zum Ernten zu finden, sollte kein Problem darstellen, sie wachsen überall am Wegesrand, im eigenen Garten oder auf Feldern.

Beim selber Ernten muss lediglich darauf geachtet werden, nur die gelblich gefärbten Samen zu verwenden. Denn sie die sind richtig reif und haben damit auch den höchsten Gehalt an gesunden Wirkstoffen – also ein wahres Superfood. Brennesselsamen befinden sich in im Samenstand und können einfach abgestreift werden. Wer seine Brennesselsamen an unbelasteten Standorten sammelt, der muss diese im Anschluss nicht waschen und kann sie direkt zum Trocknen auf einem windgeschützten Tuch ausbreiten oder bei sehr niedriger Temperatur im Ofen trocknen. Jetzt könnt ihr eure selbst geernteten Brennesselsamen für Salate, Tees oder auch einfach nur zum direkt naschen genießen. Zur Lagerung sollten sie auf jeden Fall dunkel und trocken aufbewahrt werden. Am Besten in ein verschließbares Glas füllen, so halten sie richtig lange.

Auch möglich: Samen ohne Fett ganz kurz in der Pfanne anrösten! Sehr lecker...

Man kann Brennesselsamen auch kaufen! Sie sind recht erschwinglich z.B. in Reformhäusern zu erhalten.