• Die "Tortenschachtel", ehemaliges Einkaufszentrum

Die sogenannte 'Tortenschachtel' - ein Rundbau der ehemaligen Kaufhauskette 'Kaufhalle' - galt wegen seiner außergewöhnlichen Form gut 50 Jahre lang als Wahrzeichen.

Dieses Warenhaus stand mehrere Jahre leer, beziehungsweise wurde nur teilweise oder auch nur sporadisch genutzt. Der private Besitzer verkaufte im Jahr 2015 das Grundstück, auf dem ab Mitte 2016 ein modernes Hochhaus errichtet werden sollte. Allerdings ist - im Herbst des Jahres 2017 - immer noch keine Baugenehmigung erteilt worden...

2015 also wurde dieses Gebäude abgerissen, oder - wie man korrekt sagt - zurückgebaut (über diesen Ausdruck man wohl streiten kann angesichts der Bilder!)
An seiner Stelle ist ein modernes Hochhaus geplant, mit Verkaufsflächen und Büroräumen.

Auf dieser Seite dokumentiere ich den 'Rückbau' in mehreren Tagesabschnitten.
Dazu kommen noch zwei Planbilder.
Und selbstverständlich werden Sie auch den Neubau hier verfolgen können, wann auch immer!

Überblick der sieben Artikel

Abriss, 14.8.2015

20.8.2015

24.8.2015

27.8.2015

4.9.2015

10.9.2015

21.9.2015

Zukunftspläne

Das erste Foto zeigt das gewohnte Bild bis kurz vor dem Rückbau (Aufnahme November 2014).

Bild zwei ist die Vision des Büros für Architektur und Städteplanung RKW in Düsseldorf; eine Großansicht finden Sie HIER (neues Fenster wieder schließen!)

Im Bild drei hat dieses Architekturbüro den Neubau in mein Panoramabild eingefügt.

An dieser Stelle herzlichen Dank an dieses Büro für den sehr netten Kontakt!

September 2018

Artikel des SWR:

Seit Jahren klafft eine große Baulücke am Berliner Platz in der Ludwigshafener Innenstadt. Am Montag hat der Stadtrat reagiert: Er setzte dem Investor eine Deadline.

Danach hat der Investor endgültig bis 31. Dezember Zeit, weitere Mietverträge zu schließen und Unternehmen zu finden, die sich in dem geplanten "Metropol"-Hochhaus am Berliner Platz ansiedeln wollen.

Viele Stadträte sind sauer. Die Opposition im Ludwigshafener Stadtrat fand am Montag besonders klare Worte: Der Investor der Firma Timon Bauregie, Günther Tetzner, habe sein Versprechen gebrochen, sagte der Vorsitzende der FDP-Fraktion. Denn das sogenannte Metropol-Hochhaus müsste längst stehen. Das Vertrauen sei verspielt - das war der einhellige Tenor aus den Reihen der Kritiker. Der Investor habe der Stadt ein "Dreckloch" hinterlassen.

Die Stadt war am Montag kurz davor, das Verfahren für den Bebauungsplan zu stoppen. Die Fraktionen hatten sich zurückgezogen, um zu beraten, und dem Investor dann doch noch eine Chance eingeräumt. Allerdings stimmten 13 Stadträte dafür, jetzt sofort einen Schlusspunkt zu setzen. Die Koalition von SPD und CDU im Stadtrat wollten dem Investor jedoch noch eine letzte Chance geben.

Tetzner verteidigte sich und sagte er wolle sein ursprüngliches Neubau-Konzept erweitern. Bis Ende des Jahres 2022 soll das Gebäude laut Investor stehen. Laut Tetzner seien noch diese Woche die Verträge mit allen wichtigen Mietern unterschrieben: In den Gebäudekomplex sollen seinen Aussagen zufolge unter anderem auch ein Hotel, eine Bäckerei, Arztpraxen und eine Burgerkette einziehen. "Seelenlose Ketten" seien das, kritisierte ein Stadtrat.

Der Investor war vom Stadtrat zur Sitzung eingeladen worden, um zu erläutern, wie es mit dem Bauvorhaben zukünftig weitergeht. Der Start der Bauarbeiten war immer wieder verschoben worden. Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD) kritisierte, dass noch immer kein Finanzierungsplan vorliege.

Der Baubeginn war ursprünglich für Oktober 2016 vorgesehen. Nach ursprünglichen Plänen sollte das Gebäude Ende 2018 bereits fertig sein. Jetzt ist noch nicht einmal der Abriss komplett vollzogen. Im Untergrund sind nach Informationen des Investors immer noch Reste eines Bunkers.

Problematisch bei der weiteren Planung dürfte sein, dass das Baugelände Eigentum des Investors ist. Auch wenn ihm das Baurecht entzogen werden sollte, gäbe es für den Bauplatz am Berliner Platz so schnell wahrscheinlich keine Lösung, sagte Baudezernent Klaus Dillinger.