•  

Zurück zum Bild  im Artikel "Ludwigshafener Architektur"!

Ein Rundgang um die Ludwigshafener Walzmühle, großteils vom Dach des Parkplatzes des Einkaufszentrums Walzmühle gesehen

Informationen:

Die Walzmühle ist ein ehemaliger Industriebau in Ludwigshafen am Rhein, der 1998 zu einem Einkaufszentrum umgebaut wurde.
In der ehemaligen Direktorenvilla befindet sich seit November 2000 das Ernst-Bloch-Zentrum.

Die Walzmühle wurde im Jahr 1885 als Handelsmühle gegründet. 1905 wurde das Gebäude durch einen Großbrand zerstört. 1906 wurden die heute noch bestehenden Gebäudegruppen wieder aufgebaut. Dabei wurden die Schauseiten seiner exponierten Lage mit Sichtbeziehung zum gegenüber liegenden Mannheimer Schloss entsprechend gestaltet.

Der Name 'Walzmühle' kommt von der damals neuen Technik, bei der ein Walzenstuhl verwendet wurde.

Das ehemalige Mehlmagazin ist ein sechsgeschossiger, monumental dimensionierter Gebäudetrakt mit einer symmetrischen Blendziegelfassade. Die Obergeschosse sind durch glasierten Klinker farblich akzentuiert.

 Ein neungeschossiger Turmbau überragt die übrigen Mühlenteile. Er enthielt ursprünglich einen Wasserhochbehälter.

Durch ihren Standort unmittelbar am Rheinufer und an der Eisenbahnlinie war die Walzmühle von großer wirtschaftlicher Bedeutung und entwickelte sich zu einer der größten und modernsten Mühlen Europas.

Die technische Einrichtung ging nach der Stilllegung im Jahr 1985 verloren.

Im Jahr 1998 eröffnete das mit großem finanziellem Aufwand errichtete Einkaufs- und Kinocenter in der Walzmühle.

Die Besucherzahlen blieben jedoch deutlich hinter den erwarteten ca. 30.000 Kunden täglich zurück. Im Jahr 2011 standen ein Viertel der etwa 20 Läden mit 16.000 m² vermietbarer Fläche leer.
[Alle Angaben (gekürzt) entnommen aus Wikipedia]

Im Jahr 2015 war das Angebot an Verkaufsläden bereits auf knapp die Hälfte der verfügbaren Fläche gesunken.
Eine große Filiale einer Supermarktkette, die sich auf zwei Geschossen des Centers verteilte, hat diesen Standort im September 2016 aufgeben.
Damit ist wohl die Utopie eines florierenden Einkaufs- und Vergnügungszentrums endgültig verloren.
[Eigene Angaben]