Das Hallenbad Nord


Das ehemalige Hallenbad Nord in Ludwigshafen ist ein denkmalgeschützter Schwimmbadbau aus der Nachkriegsmoderne, der 1956 eröffnet und 2001 nach 45 Jahren Betrieb geschlossen wurde. Heute ist es nicht mehr als Bad in Nutzung, sondern teilweise als Löschwasserreservoir für das Müllheizkraftwerk und teilweise als Kultur-, Innovations- und Veranstaltungsort umgenutzt worden.

Geschichte

Die Planungen reichen bis in die Vorkriegszeit zurück; verwirklicht wurde das Bad aber erst in den 1950er-Jahren. Es galt damals als repräsentatives „Sport-Bad und Volksbad“ und war architektonisch und künstlerisch auffällig ausgestattet, etwa mit Saunabereich, Mosaiken und der Plastik „Fliegender Genius“ Diese Plastik befindet sich heute im Stadtteil Mitte auf dem Ludwigsplatz..

Heutige Nutzung

Seit 2015 dient das große Becken als Löschwasserbecken für das nahe Müllheizkraftwerk der GML. Die übrigen Gebäudeteile wurden umgebaut und werden unter dem Namen „Freischwimmer“ als Zentrum für Start-ups, Kultur und Veranstaltungen genutzt; außerdem gibt es dort Ausstellungen und ein Informationszentrum zu Umwelt- und Kreislaufthemen.

Besonderheiten

Das Haus ist ein Beispiel dafür, wie ein altes Schwimmbad weiterverwendet werden kann, statt es abzureißen. Interessant ist auch der starke Bezug zur Stadt- und Industriewirtschaft Ludwigshafens: BASF, GML und TWL spielten bei der Geschichte und Umnutzung eine wichtige Rolle.

Einordnung

Wenn man heute vom „Hallenbad Nord“ spricht, meint man also meist nicht mehr ein Schwimmbad, sondern einen markanten Ort zwischen Industriegeschichte, Denkmalschutz, Kultur und Gründerszene. Gerade diese Mischung macht das Gebäude in Ludwigshafen ungewöhnlich und bekannt. 

Kurze Geschichte

Ein Artikel von Dr. Thomas Grommes, dem ehemaligen Geschäftsführer des GML

"Nach der Schließung des Hallenbades Nord in Ludwigshafen im Jahr 2001 wurde der jahrelange Leerstand im Jahr 2013 durch den Kauf der ehemaligen Schwimmhalle durch die GML – Gemeinschafts-Müllheizkraftwerk Ludwigshafen GmbH beendet. Seit 2015 nutzt die GML das große Schwimmbecken als Löschwasserreservoir für das gegenüber liegende Müllheizkraftwerk. 


Die ehemalige Schwimmhalle der GML wurde seinerzeit auch zur sog. LUcation – einem außergewöhnlichen Ort in Ludwigshafen für Kunst und Kultur mit vielen Veranstaltungen. Von 2019 bis Anfang 2026 befand sich dort auch das GML-Informationszentrum DIE VIER ELEMENTE. Seitdem besteht zwischen der GML und dem Urheber Dr. Thomas Grommes keine Nutzungsrechte-Vereinbarung mehr.


DIE VIER ELEMENTE erklärten mit Hilfe der vier klassischen Elemente FEUER, WASSER, LUFT und ERDE was eine Abfallverbrennungsanlage leistet. FEUER, WASSER und LUFT sind unverzichtbare Betriebsmittel der Abfallverbrennung. Die ERDE ist unser Planet zum Leben und wird zum deponieren und kompostieren genutzt. DIE VIER ELEMENTE erklärten auch aktuelle Umweltthemen.


Die inhaltliche Struktur war:

FEUER - Vom Verbrennen und unserem Brennstoff.WASSER - Vom Energie erzeugen und wozu wir WASSER sonst noch brauchen.LUFT - Vom Reinigen der Rauchgase und vom Klimaschutz.ERDE - Vom Ablagern auf und in der ERDE, vom Kompostieren und Vergären sowie von unserem Planeten ERDE.Einen zusätzlichen Ausstellungsbereich stellte das Thema ABFALLVERMEIDUNG dar: ABFALLVERMEIDUNG – Was sich verändern kann, wenn DU etwas änderst!"  

Der Aufbau dieses Informationszentrums

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Nicht öffentliche Kunst

Auf dieser Seite stellt Ihnen Kunst vor, die sich der Definition nach nicht im öffentlichen Raum befindet, nämlich im ehemalige Hallenbad Nord. Dieses Beispiel ist eine Ausnahme!

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Das Hallenbad Nord

Foto: Dr. Thomas Grommes, ehemaliger Geschäftsführer des GML

Kunst im Bad

Das Potenzial dieses ehemaligen Hallenbades sollte sich nicht nur in der Löschwasserbevorratung erschöpfen, denn die Nostalgie des Gebäudes rief geradezu nach besonderen Möglichkeiten; also suchte man nach besonderen Ideen und fand sie auch:So dient seitdem das Bad als Ort für verschiedene Kultur-Events wie zum Beispiel Musik- und andere Veranstaltungen. Ein besonderes Highlight ist dabei die 'Rednerbühne' auf dem 3 Meter-Sprungbrett.Ebenfalls ist diese Kunst-Präsentation ein Ergebnis dieser Ideensuche:DIE KUNST nahm also Einzug in Form von Bildern, in deren Gestaltungen sich der Bezug zum - besonders aktuellen öffentlichen Thema - 'Plastikverbrechen an der Wasser-Umwelt' überaus deutlich und hervorragend inszeniert darstellt.Ganz besonders ist hier auch die Art der Präsentation hervorzuheben, wie Sie in den nachfolgenden Artikeln erkennen werden.

Danksagung: Diese Dokumentationen wurde mir ermöglicht durch die explizite Führung des ehemligen GML-Geschäftsführers, Herrn Dr. Thomas Grommes: Ganz herzlichen Dank für diesen informativen Rundgang und Ihre sehr freundliche Begleitung!

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Die Präsentationen im Überblick

Clean River Project, Teil 2

An der Wand

Zur tollen Seite dieses Projekts!


Plastikmüll-Problem in Form von Kunst

Zur Webseite von Jonas Faßbender